Datum Letzte Änderung:
18. Juli 2017,  10:50


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HolzCleanic
Das Ablaugen in Tauchbädern ist zwar (wegen der geringen Investition) nach wie vor verbreitet, ist aber längst nicht mehr Stand der Technik. Moderne Ablaugereien arbeiten im Kammersprühverfahren.
ablaugen - nur die beste technik bringt beste ergebnisse
Das Ablaugen ist (neben dem Abschleifen, Abbrennen etc.) eine der Methoden, vor der Restaurierung den alten Lack von der Holzoberfläche zu entfernen. Man kann dazu entweder die in Baumärkten oder beim Farbenhändler erhältliche Ablauge-paste verwenden (nicht sehr effektiv, teuer, schmutzig, Probleme mit der Entsorgung) oder - wenn der Lack verseif-bar ist - dies im flüssigen Verfahren mit Kali- oder Natronlauge bewirken.
Traditionell geschieht das Ablaugen in Tauchbädern, die mit Lauge gefüllt sind und in die die zu entlackenden Teile untergetaucht werden. Das funktioniert zwar, ist aber für die Holzverbindungen eine ziemliche Strapaze, weil die Holzteile sehr lange in die Lauge eingetaucht bleiben müssen und sich entsprechend intensiv damit vollsaugen. Die Folge: das Holz verzieht sich, Leimverbindungen lösen sich, Applikationen gehen verloren und nur mit großen Schwierigkeiten lassen sich die Laugerückstände komplett aus den Poren des Holzes wieder heraus-waschen.
Die HolzCleanic arbeitet mit einer neuen Technik, bei der die Lauge in einem Pumpen/Düsen-System zirkuliert. Das Bild oben rechts zeigt die Anlage mit der Laugekammer in der Mitte und dem Laugevorratsbehälter rechts. Im Bild zu erkennen ist (ganz links) auch der Luftwäscher, mit dem wir die laugehaltige Abluft säubern, bevor sie in die Umwelt gepustet wird. Zur Unterscheidung vom der Tauchbadentlackung bezeichnen wir diese Technik als Kammersprühverfah-ren.
Dabei wird zunächst die Laugekammer mit den zu entlackenden Möbeln bestückt (Bild 2). Nach dem Schließen der Kammertür wird am Schaltschrank die Prozeßdauer eingestellt und der Prozeß gestartet (Bild 3). Während des Ablaugeprozesses be-wegt sich in der Kammer ein rundum mit Düsen bestückter Rahmen im Takt auf- und abwärts. Durch die Düsen wird dabei ständig heiße Lauge gepumpt, die in der Kammer als feiner Sprühnebel auf die Holzteile niedergeht (Bild 4 - hier sprüht allerdings nur Wasser; es ist aus Sicherheitsgründen natürlich nicht möglich, die Kammertür während des Laugevor-gangs zu öffnen).
Durch diese ständige Zufuhr frischer Lauge und das stetige Abschwemmen des schon verseiften Lacks erfolgt eine sehr intensive Bearbeitung des Restlacks, so dass schon nach kurzer Bearbeitungszeit das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Zum Vergleich: wenn die Bearbeitung eines Möbels im Tauchbad mindestens eine halbe Stunde dauert, erreicht die Kammer das gleiche Ergebnis in 10 Minuten - ohne das Möbel dabei ernsthaft zu durch-nässen. Entsprechend weniger Belastung der Holzverbindungen und überschaubere Zeiten der Nachtrocknung sind die Folge. Wer je ein abgelaugtes Möbel restauriert hat, weiß das zu schätzen.
Nach dem Ablaugevorgang werden die entlackten Teile in den Spritzraum gebracht und dort mit Wasserhochdruck von Lauge- und letzten Lackresten befreit (Bild 5).
Bei mehreren Lackschichten und/oder schwierigen Lacken wird der Ablauge-vorgang wiederholt.
Die gesäuberten Teile kommen danach in das Trockenlager und warten dort auf die Abholung oder Auslieferung bzw. trocknen für die anschließende Restaurierung.
 
Die Ablaugekabine
Bild 1: Die Ablaugekabine. Rechts im Bild der Laugevorratsbehälter, links außen im Bild der Luftwäscher.
Die Kabine ist befüllt.
Bild 2: Vor dem Ablaugen. Die zu ent-lackenden Teile sind in die Kammer gestellt.
Am Schaltschrank wird der Prozess gesteuert.
Bild 3: Am Schaltschrank wird die Bearbei-tungszeit eingestellt. Der Ablaugevorgang erfolgt nach dem Prozeßstart vollautomatisch.
So arbeiten die Düsen.
Bild 4: Statt Tauchbad - Düsen erzeugen hier einen feinen Sprühnebel, der den Lack anlöst und teilweise schon abschwemmt.
Das erste Ablaugeergebnis.
Bild 5: Die Laugekammer nach dem Prozeß.
Säubern mit Wasserhochdruck.
Bild 6: Die Möbel werden anschließend mit Wasserhochdruck von Restlauge und -farbe gesäubert . . .
Abgelaugte Holzteile im Trockenlager.
Bild 7: . . . und warten dann im Trocken-lager auf die Abholung oder Auslieferung.
Für die schönen Fotos bedanken wir uns bei unserem Fotografen Jochen Schnepf.
 
 
HolzCleanic
in der Krebsmühle
Krebsmühle 1
61440 Oberursel

Telefon: 06171/9845.0
Mo bis Sa
von 10:00 bis 18:30 Uhr
So geschlossen!
Bitte beachten Sie, daß Sie bei uns (normale) Mengen ohne Voranmeldung abgeben können! Die Regellaufzeit der Bearbeitung für Ablaugen beträgt zur Zeit 2-3 Tage!!!