Datum Letzte Änderung:
8. September 2017,  10:50


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Ausbau des Laugereihofs
Februar 2009 bis Oktober 2009: Hinter der Laugerei entsteht eine Containeranlage
Da die Krebsmühle im Aussenbereich liegt und nur marginal und immer nur mit Sonder-genehmigungen Neues dazu gebaut werden darf, sah der Hofbereich hinter der Ablaugerei über Jahre so aus wie im Bild unten links. Alle Versuche, bei der Stadt-planung und der Bauaufsichtsbehörde eine Genehmigung für den Bau einer Halle zum Ersatz der schmuddeligen Container zu erhalten blieben ergebnislos.
Bis wir schließlich die Vorher-Nachher-Fotomontage unten vorstellten . . .
 
Was war geschehen?
Zunächst stießen wir bei der Internetrecherche für einen weiteren gebrauchten Container, in dem wir endlich das für die Geländepflege notwendige Werkzeug unterbringen könnten, sehr zufällig auf eine Anzeige, in der eine komplette Container-anlage (auch teilweise) zum Verkauf angeboten wurde. Und der noch größere Zufall wollte, dass es sich dabei um eine Anlage in der JVA Preungesheim (knapp 10 km entfernt von der Krebsmühle) handelte.
Eine schnelle Besichtigung (nun ja, schnell - es ist garnicht so einfach, in einen Knast hineinzukommen, wenn man nichts verbrochen hat) zeigte, dass die Anlage noch relativ neu und gut im Schuss war.
 
Gigantische Anlage, wenn man doch eigentlich nur nach einem Container als Geräteschuppen schauen wollte: die abzubauende Anlage in der JVA Preungesheim. Aber wenn wir schon mal dabei sind ... aus dem Bild rechts entstand mit viel Geschiebe und Gezerre im Photoshop der Ersatzbau in der Fotomontage oben rechts.
Ob es wohl möglich wäre, die Verantwortlichen bei der Stadt davon zu überzeugen, dass ein Austausch Container gegen (nun, ja, paar mehr) Container doch nicht wirklich schlimm sei und die Dreckecke danach passabel aussehen könnte? Es entstand die obige Fotomontage, mit der der Bürgermeister konfrontiert wurde. Dieser ist ein wirklich lieber und rühriger, der zudem die Krebsmühle seit vielen Jahren kennt und die Entwicklung schätzt, die das Gelände gemacht hat. So gab es als erstes einen gemeinsamen Termin mit dem Bauamt und dem Stadtplanungsamt. Bei diesem Termin wurde - wenn auch zögerlich - ein zunächst leises "Ja" deutlich.
Der Hinweis darauf, dass die Anlage bis Ende April demontiert sein müsse und wir jenseits des zu erstellenden Bauantrags mit seinen 3 Monaten Wartezeit Sicherheit brauchten, dass wir die dann gekauften Container auch würden aufstellen dürfen, führte dann dazu, dass von der Stadtverwaltung aus die anderen (sehr wichtigen) Ämter, nämlich die Untere Naturschutzbehörde und die Untere Wasserbehörde zu einem gemeinsamen Ortstermin in der Krebsmühle eingeladen wurden. Und siehe da, wer hätte das gedacht: die Sache wurde im Prinzip durchgewunken.
Und so kam es, dass unser Architekt noch über Stellflächennachweisen und Fundamentstärken brütete, während die Container schon anrollten.
Einzelzelle plus Flur plus Einzelzelle = 33 qm   Schwieriges Rangieren vorbei an Bäumen und Hochspannungsleitung   Dicht an dicht, damit in der Lagerphase kein Regenwasser eindringt
Die Container werden angeliefert. Es handelt sich jeweils um Doppelcontainer von 3,30 Breite und 11 Meter Länge, etwa 8 Tonnen schwer. Der Transport erfolgt mit Spezialsattelschleppern, das Absetzen mit einem 50-t-Autokran.
Weiter geht´s im Laugereihof   4 Container hier ...   ... 7 Container dort - alle untergebracht!
Die Container wurden mit Planen während der Zeit des Wartens auf die Bau-genehmigung (halbwegs) regendicht abgedeckt.
Dann kam die Baugenehmigung und es konnte losgehen. Doch zunächst mal mussten die vorhandenen alten Container geräumt und entsorgt werden. Auch keine wirklich leichte Übung ...
Entkernen und Zerschneiden der Aufbauten   Da liegt´s nun flach ...   ... und schießlich mühevolles Zerteilen der Rahmenkonstruktion.
Und natürlich waren in der Baugenehmigung ein paar Kniffe versteckt. Weil die Krebsmühle teilweise (und der Laugereihof zur Gänze) im Überschwemmungsgebiet des Urselbachs liegt, darf die Containeranlage nicht direkt auf einem festen Fundament stehen, sondern muss auf Streifenfundamenten "in die Luft", damit das Hochwasser gegenenfalls drunter weglaufen kann und auf jeden Fall Platz hat, sich auszudehnen.
Hier liegt schon die Bewehrung ...   ... für die schon wieder heftigst gebuddelt werden muss.   Zum Glück fasst unser Hochwasserdamm noch viel Aushub ...
 
Die Eisenkäfige werden eingelegt und verbunden ...   ... und ausgerichtet.   Und schon rollen die Betonmischer ...
 
... und rollen ...   ... bis alle Käfige einbetoniert sind.   Danach wird geschalt ...
 
... und geschalt ...   ... und immer noch geschalt ...   ... während die ersten Fundamente schon wieder ausgeschalt werden, da die Schalung für den Rest der Fundamente gebraucht wird.
Bei einer Fundamentstärke von fast 50 cm, einer Höhe von im Schnitt 1,20 Metern und der Länge von 11 x 11 Metern waren das gute 58 Kubikmeter Beton, die hier in den Boden versenkt wurden. Ganz so günstig wie gedacht war sie damit dann doch nicht, unsere neue Containeranlage.
Der Aufbau ging dafür innerhalb eines Tages und damit vergleichsweise flott über die Bühne:
Wie gehabt der Autokran ...   ... mit einem geduldigen Kranfahrer ...   ... hallo Kranfahrer! ...
 
... mit Brechstangen, Winden, Hub- und Zugwerkzeugen ...   ... stand sie dann schließlich:   Der Knast zog um in die Krebsmühle.
Tja - hätten wir das mal vorher gewusst . . . Gerade war der Hof nach dem Regen-wasserrecyclinganlagenbau wieder halbwegs fest, müssen wir nun wieder quer durch buddeln: Für den Anschluss der Containeranlage an unser Nahwärmeverbundsystem und für ein Zuleitungsrohr zu den Regenwasserzisternen, um auch das Wasser dieser immerhin 360 qm Dachfläche zusätzlich einsammeln zu können.
Aufbuddeln zum Heizungsraum ...   ... quer über den Hof zur neuen Containeranlage ...   ... mit Anschluss an die Zisternen ...   ... und einsanden der Rohre vor dem Verfüllen.
Natürlich nützen uns die kleinen Zellenräume mit ihren 70-cm-Türen wenig. Jede Menge Wände und sämtliche Türen werden ausgebaut und damit praktikable Raumgrößen geschaffen.
Erste provisorische Nutzung als Laugereilager.   Wände und Türen werden entfernt. Ein neuer Arbeitsboden kommt rein ...   ... und dann lässt sich das Ganze schon passabel nutzen.
Zum guten Schluss startet wie gewohnt das große Aufräumen . . .
Hier stapeln sich Zellentüren, Zwischenwände und Isoliermaterial aus dem Umbau.   Aber hier sieht die Ecke doch schon passabel aus.   Der ganze Hofbereich wird neu abgeschottert und abgerüttelt.
. . . und hier haben wir nun das erste "Fertig"bild mit Tür und Auffahrrampe. Es wird auch höchste Zeit, denn schon wartet die nächste Großbaustelle, der Umbau und Ausbau der MühlenInsel.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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