Datum Letzte Änderung:
1. Dezember 2017,  10:50


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7. Juni 2011: Einweihung des neuen Bürgersonnenkraftwerks der Krebsmühle
 
Im Juni 2011 ist es soweit: Auf dem Flachdach unseres Hauptgebäudes entsteht eine Photovoltaikanlage. Das Projekt war seit langer Zeit geplant. Schon im Herbst 2008 hatten wir eine Studie dazu anfertigen lassen, ob sich eine solche Anlage im ja nicht gerade sonnenverwöhnten Frankfurt "rechnet", also amortisieren lässt. Damals wurde uns geraten, das Geld lieber in Anteile an Anlagen im Süden Deutschlands zu stecken, in unserer Lage sei sie nicht wirklich wirtschaftlich durchführbar.
 
Das Plakat, mit dem wir für
eine Info-Veranstaltung
und für das Zeichnen von Anteilen
an der neuen PV-Anlage
geworben haben.
  Zu klein zum Lesen? Klicken Sie hier für das Original-PDF.
Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, die Öko-Offensive der Krebsmühle fortzusetzen und mit einer Photovoltaikanlage ein weiteres Beispiel für ökologisch sinnvolle Investitionen zu schaffen und andererseits den Bedenken, hier vielleicht unwirtschaftlich Mittel zu investieren, die an anderer Stelle dringend gebraucht würden, haben wir lange gezögert. Zudem war die Dachhaut an einigen Stellen undicht und musste erneuert werden. Und es fehlte auch das Know-how, um wie sonst gewohnt eine solche Anlage in Eigenregie aufzubauen.
Im Herbst 2009 waren wir froh über die Verzögerung, weil wir für den Ausbau der MühlenInsel Oberlichter brauchten und drei Dachpyramiden in das Dach einbauen mussten. Eine schon vorhandene Kollektoranlage hätte dies arg kompliziert, wenn nicht unmöglich gemacht. Im Zuge der Arbeiten an den Dachpyramiden wurde dann aber auch die Dachhaut komplett erneuert.
So stand weiterer Planung nun nichts mehr im Wege und schließlich fand Diethelm die Lösung: Die Planung und Durchführung des Projekts wurde in die kundigen Hände der Sonneninitiative e.V. gegeben, die zudem noch die Finanzierung und Verwaltung der Anlage übernommen hat.
Mit der Sonneninitiative e.V. wurde zunächst eine Nutzungsüberlassung unserer Dachfläche in einem "Vertrag über die Nutzung von Gebäudedächern zur Gewinnung von Sonnenenergie" vereinbart und eine entsprechende "Dienstbarkeit" im Krebsmühle-Grundbuch eingetragen. Danach konnte es losgehen.
Hier warten die Module auf ihren Transport auf´s Dach.  
Der Aufbau ging dann mehr als fix. In nur zwei Tagen wur-den die Module (links) in einem geschlossenen System komplett montiert. Mit dem geschlossenen System wird die Windangriffsfläche gering gehalten.
  Montage des Haltesystems und der Ständer.
 
Warm war´s. Leider energietechnisch noch nicht verwertbar.   Die Module werden auf die Ständer montiert.   Und schon ist unser Dach "energieempfangsbereit".
Am Schluss sind dann alle begeistert:
Wir freuen uns darüber, mit dieser Anlage die Umwelt um jährlich rund 18 Tonnen CO² zu entlasten. Die 7 BürgerInnen, die Anteile der Anlage erworben haben, freuen sich zusätzlich über eine Verzinsung bei fast 6%. Und die Sonneninitiative e.V. freut sich über einen weiteren Schritt in Richtung Energiewende. Win-win-win also.
Solcherlei verlangt nach einer feierlichen Einweihung. Die fand am Spätnachmittag des 7. Juni in den Räumen des Weinhofs in der Krebsmühle statt (herzlichen Dank für die Gastfreundschaft und das Sponsoring des leckeren Buffets und der gerne getrunkenen Weine). Anwesend waren Vertreter des Sonneninitiative e.V. und der Krebsmühle sowie mehrere AnteilskäuferInnen, denen die Anlage detailliert vorgeführt wurde. Grußworte gab es von unserem Bürgermeister Hans-Georg Brum, Helge Beck vom Umweltforum Rhein-Main und Volker Klös von der Sonneninitiative.
Im einladenden Ambiente des Weinhofs, der freundlicherweise diesen Empfang sponsort, begrüßt Diethelm Damm ...   ... die etwa 20 erschienenen Gäste ...   ... darunter Bürgermeister Brum, hier bei seinem Grußwort ...
 
... und Helge Beck vom Umweltforum Rhein-Main, der ebenfalls eine kurze Rede hält.   Ein Teil der Gäste erklimmt das Dach ...   ... auf dem Volker Klös von der Sonneninitiative e.V. die Funktionsweise der Anlage detailliert erläutert ...
 
... während andere Gäste aus den Büroräumen von Publik Forum ...   ... den Ausblick auf die neue Anlage genießen.    
Das unser Dach durch die PV-Anlage auch optisch einiges gewonnen hat, lässt sich leider im täglichen Leben "von unten" nicht erkennen. Aber sicher gibt es demnächst mal wieder neue Luftaufnahmen des Geländes ...
Hier die technischen Daten der neuen Anlage:
Leistung: 26 kWp*
Fläche: ca. 275 qm (netto Modulfläche)
Module: 108 kristalline Qualitätsmodule á 240 Wp "Made in Germany"
Wechselrichter: 2 Hochleistungswechselrichter
Ausrichtung: 20 Grad Neigung, 41 Grad Abweichung von Süd
Lebensdauer: 30 bis 40 Jahre
Abschattung: geringfügig
Jahresernte: ca. 23.000 KwH (Jahresverbrauch von rund 8 privaten Haushalten)
Monitoring: Fernüberwachung durch Datenlogger und Internetportal

Umweltdaten:
CO²-Minderung jährlich: ca. 18 Tonnen (entspricht dem Volumen von 9 Heißluftballons)
CO²-Minderung gesamt: 360 bis 540 Tonnen
* kWp, sprich Kilowatt peak (deutsch: Spitzenleistung) ist die Maßgröße für Photovoltaik. Sie gibt an, welche elektrische Leistung eine Anlage bei optimaler Einstrahlung (1.000 W/m², 25 Grad Celsius) erreicht. Pro kWp können in Deutschland im Durchschnitt etwa 900 bis 1.000 KwH Strom jährlich geerntet werden, was in etwa dem durchschnittlichen Strombedarf eines Privatbürgers entspricht. Ein Teilnehmer mit einer Anlage (1 kWEp) bei einem Bürgersonnenkraftwerk deckt also seinen gesamten privaten Stromverbrauch für die nächsten 30-40 Jahre klimaneutral ausschließlich aus Sonnenlicht.
 
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